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Immer mehr sprechende Wurstverpackungen!

Auch wenn aktuell vor Mikroplastikpartikeln gewarnt wird, finde ich wiederverschließbare Verpackungen aus Plastikfolie sehr nützlich und freue mich, wenn mir der Hersteller erklärt, wie ich diese öffnen und wieder verschließen kann.

Mir fällt auf, dass es derzeit mehr und mehr Anleitungen für Produkte gibt, die wir im Alltag verwenden: Lebensmittel, Kosmetika oder Zubehörartikel für Smartphones. Man findet dabei nicht unbedingt nur Anleitungen zur Verwendung, sondern z.B. eine Anleitung zur fachgerechten Entsorgung. So entdeckt der aufmerksame Liebhaber von frischem, fettarmem Kefir auf dem 0,5 Liter-Becher eines bekannten Herstellers einen Hinweis zum Aufreißen und Entfernen der Umverpackung aus dünner Pappe. Nach getaner Arbeit kann die abgezogene Umverpackung im Papiermüll entsorgt werden, während der zum Vorschein gekommene Kunststoffbecher in den gelben Sack wandert.

Wie bei Handbüchern gibt es auch bei diesen Hinweisen das Problem, dass sie leicht übersehen werden. Wer liest schon komplett die Verpackungstexte von Lebensmitteln außer mir und vielleicht einigen weiteren Exoten der Dokumentationsbranche?? Diese Dilemma führt auch hier zu allgemeinem Fehlgebrauch mit der unschönen Folge, dass hunderttausende Kefirbecher ungetrennt entsorgt werden. Weiterer Fehlgebrauch oder besser gesagt Fehlentsorgung resultiert aus der Bequemlichkeit vieler Benutzer, denen es einfach zu umständlich ist, jeden Kefirbecher in seine Grundbestandteile zu zerlegen, bevor er seiner Bestimmung im Müll zugeführt wird.

Ich überlege, wie man das verbessern kann, z.B. durch auffälligere Hinweisgestaltung, aber das verhindern eventuell irgendwelche Marketingkollegen, die das zu auffällig finden und solche Anstrengungen lieber in die Gestaltung des Produktnamens oder sonstiger Elemente einfließen lassen wollen. Frustriert beschließe ich, etwas Essbares zu mir zu nehmen.

Die zu Beginn genannte Kunststoffverpackung, die einen sehr schönen luftgetrockneten und mild geräucherten Alpenschinken umschließt, liegt jetzt vor mir auf dem Tisch, da ich einen Test machen möchte. Hier kann ich nun zudem das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Beim ersten Blick auf die Verpackung durchfährt es mich wie ein Blitz: Die Macher der Packung haben mehrere Dinge absolut richtig und perfekt gemacht! Ich erhalte in einem Wort mehrere Informationen. Die Information sticht ins Auge. Ich weiß, wie ich an den Schinken komme und was ich nach dem Genuss desselben zu tun habe. Ich bin begeistert! Ich denke an den Ausspruch von Mark Twain: „Der Unterschied zwischen einem beinahe richtigen Wort und dem richtigen Wort ist so groß wie der zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz“. Und beschließe, davon in einem eigenen Beitrag zu gegebener Zeit mehr und genaueres zu berichten. Daher blende ich meinen Lagebericht an dieser Stelle aus und schließe mit einem Tipp sowie einem Trend.

Tipp

Sammeln Sie bis dahin (bis zum Erscheinen des versprochenen Beitrags) Beispiele für Anwendungshinweise und Anleitungen auf Verpackungen von Alltagsprodukten, sei es Käse, Kosmetik oder Verpackungen allerlei nützlicher Geräte. Wie gewohnt werde ich den Beitrag so schreiben, dass Sie wertvolle Tipps für Ihre Technik-Dokumentationen daraus ableiten können.

Trend

Das Foto habe ich übrigens mit einem Smartphone erstellt, genauer mit einem iPhone 5 SE. Es ist nicht verborgen geblieben, dass solche Fotos durchaus tauglich sind für die Technik-Dokumentation, dazu gibt es einen Beitrag unseres Herausgebers Prof. Dr.-Ing. Ulrich Thiele in unserem Praxiswerk. Nutzen Sie diese Möglichkeit und sparen Sie sich teures Extra-Equipment. Zugegeben, manche Features suchen Sie bei einem Smartphone vergeblich, z.B. ein schwenkbares Display, was für Technikfotos auch wieder fast unabdingbar ist. Aber der Trend geht trotzdem zum Foto aus dem Smartphone auch für Technik-Redakteure.