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Achten Sie auf die Signale!

Wie Signale im Alltagsleben, seien es Lichtsignale oder besonders auffällige Schilder, gibt es auch in Anleitungen, wenn sie gut gestaltet sind, gewisse Texte, die eine Signalwirkung haben. Meist sind sie mit Icons oder Piktogrammen versehen, die sie für den Leser schneller erkennbar machen sollen. Wir kennen die Standard-Signalwörter Gefahr, Warnung und Vorsicht, um mal die bekanntesten und normierten zu nennen.
Aber Signalwörter müssen nicht unbedingt nur bei Sicherheitshinweisen eingesetzt werden, ich habe mir überlegt, dass es sinnvoll sein müsste, sie generell öfter und auch kreativer einzusetzen, um Nutzer per Signalwirkung auf bestimmte Abschnitte hinzuweisen. Dabei kann es durchaus sinnig und hilfreich sein, wenn sie dazu verwendet werden, den Leser über den Inhalt des Abschnitts zu informieren, dem ein möglichst informativ-intelligentes Signalwort vorangestellt wird.
Ein Beispiel dazu:
Bei der Prüfung einer Lichtmaschine wird ein Ergebnis beschrieben. Hier bietet sich das Signalwort Auswertung für den Abschnitt an, in dem das Ergebnis beschrieben wird. Möchte der Techniker das sofort lesen oder später nochmals nachlesen, findet  er die Stelle mit Signalwort schneller.

Die Prüfung mit allen drei Kabelkombinationen des Steckers durchführen, also insgesamt 3 Prüfungen.
Auswertung: alle drei Prüfungen sollten annähernd den gleichen Spannungswert ergeben. Ist dies der Fall, ist die Lichtmaschine in Ordnung.

In dieser Weise können Sie wichtige Aspekte in anleitenden Texten hervorheben und so aus Textwüsten und Textbrei herausheben. Signalwirkung eben.

Immer mehr sprechende Wurstverpackungen!

Auch wenn aktuell vor Mikroplastikpartikeln gewarnt wird, finde ich wiederverschließbare Verpackungen aus Plastikfolie sehr nützlich und freue mich, wenn mir der Hersteller erklärt, wie ich diese öffnen und wieder verschließen kann.

Mir fällt auf, dass es derzeit mehr und mehr Anleitungen für Produkte gibt, die wir im Alltag verwenden: Lebensmittel, Kosmetika oder Zubehörartikel für Smartphones. Man findet dabei nicht unbedingt nur Anleitungen zur Verwendung, sondern z.B. eine Anleitung zur fachgerechten Entsorgung. So entdeckt der aufmerksame Liebhaber von frischem, fettarmem Kefir auf dem 0,5 Liter-Becher eines bekannten Herstellers einen Hinweis zum Aufreißen und Entfernen der Umverpackung aus dünner Pappe. Nach getaner Arbeit kann die abgezogene Umverpackung im Papiermüll entsorgt werden, während der zum Vorschein gekommene Kunststoffbecher in den gelben Sack wandert.

Wie bei Handbüchern gibt es auch bei diesen Hinweisen das Problem, dass sie leicht übersehen werden. Wer liest schon komplett die Verpackungstexte von Lebensmitteln außer mir und vielleicht einigen weiteren Exoten der Dokumentationsbranche?? Diese Dilemma führt auch hier zu allgemeinem Fehlgebrauch mit der unschönen Folge, dass hunderttausende Kefirbecher ungetrennt entsorgt werden. Weiterer Fehlgebrauch oder besser gesagt Fehlentsorgung resultiert aus der Bequemlichkeit vieler Benutzer, denen es einfach zu umständlich ist, jeden Kefirbecher in seine Grundbestandteile zu zerlegen, bevor er seiner Bestimmung im Müll zugeführt wird.

Ich überlege, wie man das verbessern kann, z.B. durch auffälligere Hinweisgestaltung, aber das verhindern eventuell irgendwelche Marketingkollegen, die das zu auffällig finden und solche Anstrengungen lieber in die Gestaltung des Produktnamens oder sonstiger Elemente einfließen lassen wollen. Frustriert beschließe ich, etwas Essbares zu mir zu nehmen.

Die zu Beginn genannte Kunststoffverpackung, die einen sehr schönen luftgetrockneten und mild geräucherten Alpenschinken umschließt, liegt jetzt vor mir auf dem Tisch, da ich einen Test machen möchte. Hier kann ich nun zudem das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Beim ersten Blick auf die Verpackung durchfährt es mich wie ein Blitz: Die Macher der Packung haben mehrere Dinge absolut richtig und perfekt gemacht! Ich erhalte in einem Wort mehrere Informationen. Die Information sticht ins Auge. Ich weiß, wie ich an den Schinken komme und was ich nach dem Genuss desselben zu tun habe. Ich bin begeistert! Ich denke an den Ausspruch von Mark Twain: „Der Unterschied zwischen einem beinahe richtigen Wort und dem richtigen Wort ist so groß wie der zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz“. Und beschließe, davon in einem eigenen Beitrag zu gegebener Zeit mehr und genaueres zu berichten. Daher blende ich meinen Lagebericht an dieser Stelle aus und schließe mit einem Tipp sowie einem Trend.

Tipp

Sammeln Sie bis dahin (bis zum Erscheinen des versprochenen Beitrags) Beispiele für Anwendungshinweise und Anleitungen auf Verpackungen von Alltagsprodukten, sei es Käse, Kosmetik oder Verpackungen allerlei nützlicher Geräte. Wie gewohnt werde ich den Beitrag so schreiben, dass Sie wertvolle Tipps für Ihre Technik-Dokumentationen daraus ableiten können.

Trend

Das Foto habe ich übrigens mit einem Smartphone erstellt, genauer mit einem iPhone 5 SE. Es ist nicht verborgen geblieben, dass solche Fotos durchaus tauglich sind für die Technik-Dokumentation, dazu gibt es einen Beitrag unseres Herausgebers Prof. Dr.-Ing. Ulrich Thiele in unserem Praxiswerk. Nutzen Sie diese Möglichkeit und sparen Sie sich teures Extra-Equipment. Zugegeben, manche Features suchen Sie bei einem Smartphone vergeblich, z.B. ein schwenkbares Display, was für Technikfotos auch wieder fast unabdingbar ist. Aber der Trend geht trotzdem zum Foto aus dem Smartphone auch für Technik-Redakteure.

Wie sollen wir denn noch kommunizieren??

Man stellt immer noch erhebliche Mängel bei der Kommunikation fest, obwohl wir permanent kommunizieren und somit eigentlich darin geübt sein müssten. Die Verlagerung der mündlichen zur schriftlichen Kommunikation bringt einige Vorteile, allerdings auch viele Nachteile mit sich.
Kommunikation geschieht heute meist unter Zeitdruck. Morgens vor dem ins Auto steigen noch schnell auf eine Whats-App-Nachricht antworten, an der nächsten Ampel schnell eine Social Mediaplattform aufrufen oder die Mails checken.
Wir merken kaum, dass wesentliche Elemente guter, erfolgreicher und befriedigender Kommunikation immer mehr schwinden: der Blickkontakt, die Körpersprache, die Zustimmung oder Ablehnung signalisiert oder ahnen lässt, der Tonfall der Stimme.
Dazu kommt die Verschlechterung der sprachlichen Fähigkeiten. Es ist weder die Zeit da, Texte Korrektur zu lesen, noch, diese zu korrigieren. Wir korrigieren uns auch immer weniger gegenseitig und nehmen die rückläufige Qualität unserer Texte in Kauf.
Dabei ahnen wir, dass irgendetwas nicht mehr stimmt, nicht mehr stimmen kann, sind aber zu bequem und vielleicht schon zu weit entfernt von einem sinnvollen Umgang damit. Vielleicht ist es schon zu spät und die Prozesse sind nicht mehr aufzuhalten.
Trotzdem möchte ich einige Tipps geben, die vielleicht dazu dienen können, den allzu rapiden Verfall noch aufzuhalten.

Tipp 1: Achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung.

Tipp 2: Telefonieren Sie mal wieder.

Tipp 3: Führen Sie persönliche Gespräche.

Diese und weitere Tipps finden Sie in unserer Praxislösung bei WEKA Media. Darin finden besonders Technik-Kommunikatoren viele hilfreiche Tipps für Ihre Texte. Aber vielleicht auch Sie?!

Sicherheitshinweise für Batterien

Sind Batterien wirklich so gefährlich, wie man annehmen müsste, wenn man die Sicherheitshinweise so mancher Anleitung liest… da könnte man glatt meinen, Batterien und besonders ihr Inhalt sind hochgefährlich und vor allem hochgiftig.

Wir sind der Sache nachgegangen und haben einige Anleitungen daraufhin untersucht, aber auch einiges zum Thema recherchiert. Doch lesen Sie selbst.